Photovoltaikanlage

Die Kosten für Energie spielen im täglichen Leben eine immer größere Rolle. Beim Heizen und im besonderen Maße beim Tanken wird dies jedem offensichtlich, aber auch beim Strom knabbern die Kosten immer stärker am Budget des Haushalts. Das Angebot an Elektrogeräten mit mehr oder weniger sinnvollem Nutzen wird immer unüberschaubarer. Die Verbraucherzentralen und Ratgebersendungen treten seit Jahren ständig mit neuen Vorschlägen zum Stromsparen hervor. Der Erfolg indes bleibt gering, wie ein Blick auf die jährliche Stromrechnung zeigt.

Viele Verbraucher versuchen, dieser Spirale durch den Wechsel des Stromanbieters zu entkommen. Das funktioniert in gewissen Grenzen, kann aber auch, etwa bei besonders günstigen Tarifen mit Vorauszahlung, im finanziellen Fiasko enden. Eine wirkliche Lösung gibt es jedoch für Menschen, die die Möglichkeit haben, ihren Strom mithilfe einer Photovoltaikanlage selbst zu erzeugen.

Die Sonne ist die Quelle fast sämtlicher Energie, die dem Menschen auf dem Planeten Erde zur Verfügung steht. Auch die fossilen Energieträger Kohle und Erdöl sind letztlich nichts anderes als die umgewandelte Energie aus unserem Zentralgestirn. Was liegt näher, als diese Energie direkt statt über einen Umweg zu nutzen?

Die Möglichkeit hierzu hat jeder Hausbesitzer, indem er eine Photovoltaikanlage auf seinem Hausdach anbringt. Eine solche Anlage erzeugt die Energie nicht wie eine Solarthermieanlage durch die Aufnahme der Sonnenwärme, sondern durch die Umwandlung von Strahlungsenergie in elektrische Energie. Eine Photovoltaikanlage ist daher auch im Winter effektiv, wenn sie hinreichend mit Licht versorgt wird.

Photovoltaikanlagen werden im dicht besiedelten Deutschland mit dem engen Leitungsnetz jedoch in der Regel nicht dazu benutzt, den eigenen Haushalt mit elektrischer Energie zu versorgen. Vielmehr wird der Strom, den die Anlage erzeugt, in das öffentliche Netz gespeist und vergütet. Die Vergütung ist infolge diverser gesetzlicher Bestimmungen und politischer Vorgaben recht großzügig bemessen. Hierdurch kann derjenige, der eine Photovoltaikanlage heute auf seinem Haus anbringt, sehr genau den Zeitpunkt errechnen, zu dem sich die Investitions- und Betriebskosten amortisiert haben. Als grober Anhaltswert gilt, dass sich eine Photovoltaikanlage in etwa zehn bis zwölf Jahren bezahlt gemacht hat. Dann ist der sogenannten “Break-Even-Point” erreicht und der Hausbesitzer erwirtschaftet mit seiner Stromeinspeisung sogar einen Gewinn.

Der wirtschaftliche Vorteil einer solchen Anlage ist indes nur ein Aspekt. Wer eine Photovoltaikanlage nutzt, zeigt damit auch seine Verantwortung für zukünftige Generationen. Die Gewinnung von Strom durch eine Photovoltaikanlage ist ausgesprochen nachhaltig. Die Eingriffe in die Umwelt sind marginal. Im Gegensatz zu anderen alternativen Energien werden mit Photovoltaikanlagen keine nennenswerten Eingriffe in das Landschaftsbild oder in Ökosysteme vorgenommen.